Landespolizei – Polizei ist Ländersache

Deutschlandkarte

Die Befugnisse und Aufgaben der Landespolizei sind klar geregelt

Jedes Bundesland verfügt über eine eigene Landespolizei, somit gibt es in Deutschland insgesamt 16 Landespolizeien die dem jeweiligen Innenministerium unterstehen. Demzufolge regeln die Bundesländer die Richtlinien, Aufgaben und Abläufe der Landespolizei selber, denn nach dem Grundgesetz ist Polizei grundsätzlich Ländersache, vgl. Art. 30 GG. Organisation, Aufgaben und Befugnisse sind in erster Linie in den Polizeigesetzen der Bundesländer geregelt, in einigen ist ersteres Gegenstand eines separaten Polizeiorganisationsgesetzes. Landespolizei ist die zusammenfassende Bezeichnung für die Gesamtheit aller Polizeibehörden der jeweiligen Bundesländer. Die Landespolizeien sind somit für die innere Sicherheit der 16 Bundesländer zuständig. Zu den verschiedenen Polizeibehörden gehören die Schutzpolizei, die Kriminalpolizei, die Bereitschaftspolizei und die Wasserschutzpolizei. Die Abgrenzung der Bereiche ist ebenso wie die Unterteilung der Schutzpolizei von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, zum Beispiel was das Verhältnis der Wasserschutzpolizei zur übrigen Schutzpolizei oder die Organisation von Verkehrspolizei und Autobahnpolizei betrifft. In vielen Ländern gehört die Autobahnpolizei mit zur Verkehrspolizei. Ebenfalls zu einer Landespolizei gehören Ausbildungs- und Fortbildungsstätten und wenn vorhanden ein Polizeiverwaltungsamt.

Landeskriminalamt (LKA)


Das Landeskriminalamt gehört genauso zur Länderpolizei, wobei das organisatorische Verhältnis zur Kriminalpolizei ebenfalls unterschiedlich ist. Eine Ausnahme bildet hier das Land Brandenburg und das Saarland, die ein unselbständiger Organisationsteil des Polizeipräsidiums des Landes sind. Neben den Aufgaben der Gefahrenabwehr in besonderen Fällen bei der Strafverfolgung, gehören umfangreiche Ermittlungstätigkeiten in organisierter Kriminalität, Rauschgiftdelikten und Sexualstraftaten. Das Landeskriminalamt ist auch das Bindeglied zwischen den einzelnen Polizeibehörden und dem Bundeskriminalamt (BKA).

Spezialeinsatzkommando (SEK)


Das Spezialeinsatzkommando – kurz SEK – ist eine Spezialeinheit der Landespolizei. Die Aufgaben und Schwerpunkte des SEK liegen in der Terrorismusbekämpfung, Geiselbefreiung, schweren Zugriffen und Festnahmen. Die Männer und Frauen beim SEK sind speziell ausgebildete Polizeibeamte die bereits im regulären Polizeidienst tätig waren (in der Regel mindestens zwei Jahre). Um in die Spezialeinheit aufgenommen zu werden, muss man sich einem harten Auswahlverfahren stellen. Die Altersgrenze um beim SEK aufgenommen zu werden, variiert je nach Bundesland und liegt zwischen 23 – 34 Jahren.
Landespolizei SEK

Mobile Einsatzkommando (MEK)


Auch das Mobile Einsatzkommando – kurz MEK – ist eine Spezialeinheit der Landespolizei und wird den Landeskriminalamt zugeordnet. Die Aufgaben eines MEK bestehen in erster Linie in Observations- und Fahndungsmaßnahmen. Ein MEK wird im Rahmen der Verhütung und Verfolgung von Straftaten von erheblicher Bedeutung eingesetzt, wenn speziell geschulte und ausgestattete Kräfte für die zur Observation und Fahndung notwendig sind. Dies geschieht häufig im Rahmen der Ermittlungsarbeit einer polizeilichen Fachdienststelle, wenn dort Erkenntnisse über gravierende Straftaten vorliegen. Das MEK arbeitet in vielen Fällen auch mit dem SEK zusammen. Aktuelle Informationen über das SEK und MEK findest du auf www.sek-einsatz.de.