Der Polizeiberuf ist für viele ein TraumjobTraumberuf Polizei

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Der Polizeiberuf genießt hohes Ansehen

Der Polizeiberuf gehört zu den angesehensten Berufen in Deutschland und ist für viele ein Traumjob. Kein Wunder, dass jährlich über 140.000 Bewerbungen bei der Landespolizei, Bundespolizei und Zoll eingehen. Jedoch sind die Ausbildungsplätze rar und heiß begehrt, schließlich ist der Polizeiberuf abwechslungsreich, krisensicher, gut besoldet und es winkt ein Beamtenstatus. Polizei heißt aber auch Verantwortungsbewusstsein, Belastbarkeit, Flexibilität und Teamfähigkeit. Schließlich hat der Polizeiberuf nicht nur seine Vorzüge, sondern ist auch sehr Anspruchsvoll. Die Hauptaufgabe der Polizei ist die Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung. Daraus ergeben sich verschiedene Aufgaben wie z.B.: Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten, die Regelung und Sicherung des Straßenverkehrs, Strafverfolgung unter Weisung und Aufsicht der Staatsanwaltschaft, Schutz privater Rechte, Amts und Vollzugshilfe. Der Polizeiberuf hat aber noch viel mehr zu bieten.

 

Die Polizei unterteilt sich in verschiedene Bereiche und Einheiten
Polizeiberuf

 

Innerhalb der einzelnen Polizeibehörden gibt es weitere Einheiten und Bereiche die zu den Polizeien der Länder gehören. Da wäre zum einen die sehr Bürgernahe und uniformierte Schutzpolizei, als auch die Kriminalpolizei die für die schwere Verbrechensbekämpfung verantwortlich ist. Ebenso wichtig ist die in Gemeinschaftsunterkünften untergebrachte Bereitschaftspolizei, die zur Unterstützung der Landespolizei dient und meist bei Großeinsätzen zum Einsatz kommt. Des Weiteren gibt es Spezialisierungen bei der Landespolizei, dazu gehören die Wasserschutzpolizei, Verkehrspolizei sowie Reiter-, Hunde- und Hubschrauberstaffeln. Für die ganz gefährlichen Einsätze sind dann die spezialen Einsatzkommandos wie das SEK oder MEK zuständig. Um jedoch zu einem Einsatzkommando oder einer speziellen Einheit zu gelangen, muss man zunächst die normale Laufbahnprüfung absolvieren und erfolgreich abschließen.

 

Schutzpolizei

Die Schutzpolizei ist eine Organisationseinheit der Landespolizei. Die Angehörigen der Schutzpolizei leisten ihren Dienst überwiegend in Polizeiuniform und bieten rund um die Uhr Schutz und Sicherheit für die Bürger. Zu den Aufgaben und Tätigkeiten der Schutzpolizei gehören unter anderem die Abwehr von Gefahren für die öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Sie verfolgen Straftaten bzw. klären diese auf (repressive Verbrechensbekämpfung) oder verhindern kriminelles Verhalten durch Vorbeugung und Beratung (präventive Verbrechensbekämpfung). Aus diesem Aufgabenspektrum ergeben sich dann Diensttätigkeiten wie: Die Überwachung des Straßenverkehrs, Aufnahme von Verkehrsunfällen, Prävention durch ständige Streifen, ob nun zu Fuß, mit Fahrrädern oder in Funkstreifenwagen sowie die Vernehmung von Beschuldigten, Geschädigten und Zeugen. Neben der Aufklärung von Straftaten bietet sie auch Schutz von Großveranstaltungen und Demonstrationen aller Art. Zudem nehmen die Beamten und Beamtinnen der Schutzpolizei weitere polizeiliche Aufgaben in der Verwaltung oder der Sachbearbeitung wahr. Darüber hinaus sind bei der Schutzpolizei auch Spezialisierungen möglich wie z.B. als Hubschrauberpilot, Zivilfahnder, Diensthundeführer oder als Funksprecher in der Einsatzzentrale. Aber egal welchen Weg man geht, der Dienst bei der Schutzpolizei wird immer spannend und abwechslungsreich sein.

Kriminalpolizei Aufgaben

Kriminalpolizei

Die Kriminalpolizei − umgangssprachlich “Kripo” genannt − ist ein Teil der Landespolizei die sich ausschließlich mit der Verfolgung und Verhütung von Straftaten auseinander setzt. Der Dienst wird von den Angehörigen der Kriminalpolizei überwiegend in Zivilkleidung absolviert. Inwieweit die Kollegen von der Kripo zum Einsatz kommen, entscheidet häufig die Schwere und Intensität der Straftat und darunter handelt es sich nicht immer nur um Mord und Todschlag. Der Ermittlungsbereich der Kriminalpolizei fasst alle Formen der Kriminalität zusammen, darunter gehören z.B. Umwelt-, Rauschgift- und Wirtschaftskriminalität, des weiterem wird bei Diebstählen, Brandstiftung und Sexualdelikten ermittelt. Dabei handelt es sich nicht nur um die Strafverfolgung, sondern auch um zielorientierte Maßnahmen der Kriminalprävention. Überwiegend untersuchen aber die Beamtinnen und Beamten der Kriminalpolizei Tatorte und sind für die Beweissicherung verantwortlich. Ebenso gehört es zu den Aufgaben: Mutmaßliche Täter zu vernehmen sowie Zeugen und Opfer zu befragen, um einen möglichen Tathergang zu konstruieren, Straftaten aufzuklären und Straftäter festzunehmen. Jedes Bundesland verfügt über ein eigenes Landeskriminalamt (kurz LKA) und dort wird die Arbeit der Kriminalpolizei sowie deren Dienststellen zusammengeführt. Dort werden die Fälle statistisch untersucht wie auch ausgewertet, um Maßnahmen einzuleiten und der Kriminalität entgegenzuwirken. Im Bundeskriminalamt (kurz BKA) werden dann alle Arbeiten der Landeskriminalämter zusammengeführt und koordiniert.

Bereitschaftspolizei
Bildquelle: Bundespolizei

Bereitschaftspolizei

Die Bereitschaftspolizei (Bepo oder BP) tritt ausschließlich als geschlossene Einheit auf und ist ein Großverband der Landespolizeien. Der Auftrag der Bereitschaftspolizei besteht darin die Polizeibehörden bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zu unterstützen. Prinzipiell hat jedes Bundesland eine eigene Bepo, die in verschiedenen Direktionen unterteilt sein kann. Die Einheiten der Bereitschaftspolizei sind unter strukturierter Führung als Gruppe, Zug oder Hundertschaft organisiert. Diese setzten sich aus Beamten des mittleren, gehobenen sowie des höheren Dienst zusammen. Zu ihrer Hauptaufgabe gehört es die jeweilige Landespolizei zu unterstützen, sei es bei Großveranstaltungen, Demonstrationen oder der täglichen Kriminalitätsbekämpfung sowie bei der Gewährleistung der Verkehrssicherheit, außerdem kann die Bepo auch in anderen Bundesländern eingesetzt werden. Des Weiteren bildet die Bereitschaftspolizei auch den Nachwuchs für den mittleren und gehobenen Dienst mit aus, zusätzlich wird sie sukzessive in den regulären Polizeidienst mit eingebunden. In vielen Bundesländern führt im Regelfall der Weg nach der bestandenen Laufbahnprüfung zunächst zur Bereitschaftspolizei.